Nomos Glashütte Twice Unique Modelle
Was, wenn ein Zifferblatt weit mehr sein kann als nur Anzeige der Zeit?
Entdecken Sie die farbenfrohen Kreationen der einzigartigen Nomos Glashütte Twice Unique Serie.Genau dieser Gedanke bildet den Ursprung von „Twice Unique“ – einem außergewöhnlichen Designansatz, der Uhren als künstlerische Einzelstücke in bewusst gestalteten Paaren interpretiert: gefertigt in 18 Karat Gold und Edelstahl.
Im Zentrum stehen die Zifferblätter von fünf ikonischen Modellen, die hier zur kreativen Bühne werden. Unterschiedlichste Materialien, innovative Techniken und faszinierende Texturen treffen auf traditionelle Uhrmacherkunst und eröffnen v öllig neue gestalterische Möglichkeiten. Die jeweiligen Gehäuse unterstreichen dabei den individuellen Ausdruck jedes Entwurfs und verleihen ihm eine ganz eigene Ausstrahlung – charakterstark, exklusiv und von besonderer ästhetischer Tiefe.
Für die ersten neun Zifferblatt-Kollektionen von „Twice Unique“ wurden neben der Manufaktur auch externe Künstlerinnen einbezogen, die ihre individuellen Techniken und kreativen Handschriften einfließen lassen und so jedes Design auf besondere Weise prägen. Jede Kollektion umfasst fünf charakteristische Modelle: Tangente 33, Tetra 27, Ludwig, Orion neomatik sowie Tangente neomatik 38 Update. Jede einzelne Uhr trägt die Gravur „1/1“ – ein klares Zeichen für ihre Einzigartigkeit. Dabei entstehen bewusst gestaltete Paare in 18 Karat Gold und Edelstahl, die ausschließlich gemeinsam vergeben werden und den Gedanken von „Twice Unique“ konsequent widerspiegeln.
Rive Gauche
Das Zifferblatt greift Motive aus Entwürfen der Textil- und Objektkünstlerin Anna Diederichs auf, die bereits in den 1960er-Jahren für die Pariser Modewelt tätig war. Was einst den Laufsteg prägte, findet heute eine neue Form am Handgelenk. Auf Basis ihrer Originalskizzen wählte das Team gezielt zifferblattgroße Ausschnitte aus und überführte diese mithilfe präzisen Vierfarb-Tampondrucks in die Welt der Uhrmacherei. So entsteht aus historischen Vorlagen eine moderne Interpretation: Jedes Modell basiert auf demselben Ursprung, präsentiert sich jedoch mit einem ganz eigenen, unverwechselbaren Erscheinungsbild.
Als eine der klassischsten NOMOS-Uhren zeigt sich Ludwig hier bewusst ohne römische Ziffern und bleibt dabei unverkennbar in ihrer Formensprache. Charakteristisch sind die schlanken, geraden Bandanstöße, die das elegante Gehäuse klar und reduziert wirken lassen. Auf dem Zifferblatt wird die gestalterische Herkunft des Designs sichtbar: Die feinen Linien der ursprünglichen Skizze bleiben als subtile Bleistiftspur erkennbar und verbinden künstlerischen Entwurf mit präziser Umsetzung – Handarbeit, außen wie innen. Im Inneren von Ludwig Gold und Ludwig Rive Gauche arbeitet das hauseigene Handaufzugswerk DUW 4001, das für die typische NOMOS-Genauigkeit und technische Eigenständigkeit steht.


1966
Flirrend, in Bewegung und mit erstaunlicher Tiefe – dieser Entwurf fordert den Blick heraus und entfaltet seine Wirkung erst im genauen Hinsehen. Die Textildesignerin Anna Diederichs gilt als Meisterin von Fläche, Wiederholung und Variation. Ihr 1966 in Paris entstandenes Muster wirkt bis heute überraschend zeitlos – ein Merkmal echter Klassiker.
Mal streng komponiert, mal spielerisch interpretiert, bringen die ausgewählten Ausschnitte des Motivs das jeweilige Uhrengehäuse auf ganz eigene Weise zur Geltung. Besonders die quadratische Tetra mit ihren fein abgestuften Bandanstößen fängt selbst frei fließende, fast blütenhafte Gestaltungen elegant ein und gibt ihnen eine klare Form.
Mit einer Kantenlänge von 27,5 Millimetern zeigt sich die Handaufzugsuhr sowohl in 18 Karat Gold als auch in Edelstahl gleichermaßen modern und ausdrucksstark. Wie alle Modelle dieser Kollektion werden auch diese Uhren ausschließlich paarweise vergeben.
Urania
Auf das tief dunkelblaue Zifferblatt wurden mit einem feinen Maushaarpinsel silberne Sterne aufgebracht, die teilweise mit nachleuchtender Superluminova akzentuiert sind. Das Ergebnis wirkt wie ein stiller Nachthimmel – weit, ruhig und zugleich überraschend persönlich.
„Urania“, benannt nach der Muse der Astronomie, steht dabei nicht nur für den Blick in die Sterne, sondern auch für Wissen, Wissenschaft und das Verständnis von Zeit selbst. Trotz der neuen Gestaltung bleibt die charakteristische Typografie aller Modelle erhalten. Als bewusster Kontrast zu den Sternen sind Ziffern und Indizes bei den Edelstahl-Gold-Paaren in Gold gehalten.
So unterscheiden sich die einzelnen „Himmel“ der Modelle in ihrer Gestaltung, während das blau nachleuchtende Sternbild sie gestalterisch wieder miteinander verbindet. Im gezeigten Ensemble erscheinen Ludwig und Ludwig Gold im einzigartigen „Urania“-Design.


Auric
Die Berliner Vergolderin Michelle Sachs, die unter anderem bereits an der Veredelung der Staatsoper Berlin beteiligt war, verfolgt mit ihrer Arbeit das Ziel, „diese Welt ein wenig zu verschönern“. Genau dieser Anspruch prägt auch die Zifferblätter dieser Kollektion. Für „Auric“ wurden sie zunächst mit Anlegemilch vorbereitet und anschließend in einem aufwendigen, mehrstufigen Prozess mit Blattgold belegt. In vielen Arbeitsschritten – unterbrochen von Trocknungszeiten, erneutem Auftragen, Reißen, Schichten und behutsamem Wiederaufnehmen – entsteht eine Oberfläche von außergewöhnlicher Lebendigkeit, die fast zu atmen scheint. Die Zifferblätter werden so zur Bühne, auf der ausschließlich Licht, Goldnuancen und die Zeiger selbst miteinander interagieren. Im Fokus steht dabei die Tangente 33 in Gold und Edelstahl. Auch die übrigen Modelle verzichten bewusst auf Typografie; lediglich die Orion neomatik behält – wie in allen Kollektionen – ihre charakteristischen Indizes.
Now
„Poliergeläppt“ steht für höchste handwerkliche Präzision und feinste Materialveredelung bis in den mikroskopischen Bereich. In einem aufwendigen, mehrstufigen Verfahren entstehen dabei Oberflächen, die zugleich spiegelglatt und samtig wirken. Das traditionelle Läppen, seit den Anfängen der Glashütter Uhrenindustrie bekannt, wird hier in die Gegenwart überführt: In stundenlanger Handarbeit werden die Zifferblätter mit Schleifpaste und Wasser bearbeitet, bis sie förmlich die Gegenwart reflektieren.
In der „Now“-Variation zeigt sich die Tangente 33 in ihrer radikal reduzierten Form. Übrig bleiben ausschließlich die kreisenden Zeiger – Zeit als klare Orientierung im Raum, auf das Wesentliche konzentriert. Das NOMOS-Logo bleibt bewusst erhalten und verweist auf die Glashütter Herkunft sowie die unabhängige Manufakturfertigung. In beiden Varianten erscheint es in Gold und setzt einen subtilen, aber präsenten Akzent.


Scribble
Von Hand mit dem feinsten ihrer Stichel hat die Konstanzer Schmuckkünstlerin und Goldschmiedemeisterin Saskia Licina hier Schleifen in die mit Ruthenium und Silber beschichteten Messingzifferblätter graviert. Das Ergebnis: ein Linientanz über fünf individuelle Uhren-Paare, die beweisen, dass im vermeintlichen Krickelkrakel des freien Strichs eine hoch ästhetische Ordnung liegen kann. Repräsentantin dieses Raumes unseres Ausstellungsrundgangs ist Tetra 27, die rechtwinklige Uhr von NOMOS. Die Schwünge des Zifferblatts kontrastieren mit den geraden Linien des Gehäuses und verleihen dem Gesicht der Uhren überraschende Tiefe.
Scribble Dark
Wie bei der hellen „Scribble“-Variante zeigt sich auch hier im mit Ruthenium beschichteten Zifferblatt eine ganz eigene gestalterische Handschrift. Die Goldschmiedemeisterin Saskia Licina hat mit dem Stichel feine, dynamische Schleifen in die Oberfläche gelegt – Linien, die vorwärts drängen und zugleich wieder zurückfließen, die sich umspielen und bewusst jeder festen Ordnung entziehen. So entsteht ein hochästhetischer, fast malerischer Duktus.
Die Tangente neomatik 38 Update mit NOMOS-Ringdatum erscheint in diesem „Scribble“-Kontext als bewusst reduzierte, zugleich expressive Interpretation – ohne klassische Ziffern und Indizes. Auch die Tagesmarkierungen am Zifferblattrand sind nicht nummeriert; das aktuelle Tagesfenster wird nicht gerahmt, sondern direkt markiert. Dadurch rückt die reine Zeitstruktur noch stärker in den Mittelpunkt und wird unmittelbar lesbar.


Drift
Ein gefrostetes Zifferblatt, inspiriert von historischen Fertigungstechniken, die an eine vorindustrielle Form der Oberflächenveredelung erinnern: Hell grundierte Messingronden werden dabei von Hand mit einem Prägegesenk bearbeitet, wodurch eine feinkörnige Struktur entsteht, die in einem sanften Verlauf von Rauchblau übergeht – eine visuelle Strömung, treffend als „Drift“ bezeichnet. Das Licht bricht sich dabei weich auf der Oberfläche, als läge ein feiner Schleier darüber. Der Eindruck ist zugleich kühl im Farbton und warm in seiner Wirkung – eine subtile Balance aus Material, Licht und Tiefe.
Die „Drift“-Kollektion arbeitet konsequent mit der typografischen Gestaltung aller Modelle. Bei der Tangente neomatik 38 Update in Gold und Edelstahl sind Ziffern, Indizes und NOMOS-Logo jeweils in Gold ausgeführt, während die Zeiger – je nach Gehäuse – entweder golden oder rhodiniert erscheinen. Die kleine Sekunde ist dabei bei allen „Twice Unique“-Uhren harmonisch in das Hauptzifferblatt integriert und fügt sich so selbstverständlich in das Gesamtbild ein.
Moiré
Das elegant dunkelblaue, galvanisierte Guilloché-Zifferblatt – die erste Guillochierung von NOMOS – zeigt eine fein ausgearbeitete, subtile Wellenstruktur von außergewöhnlicher Tiefe. Je nach Lichteinfall und Betrachtungswinkel verändert sich sein Charakter: Mal wirkt die Oberfläche ruhig und geschlossen, dann wieder beginnt sie sanft zu flirren und lebendig zu werden. Der Name „Moiré“ beschreibt genau dieses optische Phänomen – jene schimmernden, überlagernden Wellenmuster, wie man sie etwa von fein gepresster Seide kennt. So entsteht ein Zifferblatt, das nicht statisch wirkt, sondern sich im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Blick bewegt. Diese Unikate entfalten ihre Wirkung besonders im Nahbereich: Je näher man ihnen kommt, desto intensiver wird der optische Effekt. Beim Modell Ludwig im Bild scheint dabei sogar die klassische Eisenbahnminuterie am Zifferblattrand in Bewegung zu geraten – ein Spiel aus Struktur, Licht und Wahrnehmung, das die Grenze zwischen Ruhe und Dynamik bewusst auflöst.
